Jour de nuit

Dokumentarfilm von Dieter Fahrer & Bernhard Nick

Hinten im Tal, beim Wasserfall, stellt er seine Staffelei auf. Verweilen, schauen, malen – dasein mit den Kräften des natürlichen Lichts. Am Waldrand steht sein Haus, Zentrum seines Tuns, sein Herd im Winter. Paris – „ville lumière“. Ein Mann. Eine Frau. Beide Schauspieler. Beide erblindet. Blind in einer blendenden Welt. Hören im Dunkel. Sehen im Dunkel. Wach sein. Schattentheatergestalten tauchen aus dem Dunkel auf ans Licht – und im Licht: ein spielendes Kind, das nur die Gegenwart kennt und in ihr die wunderbare Gegenwärtigkeit von allem. Ein Film über Licht, Sehen und Wahrnehmung.

Au fond de la vallée, près de la cascade, il monte son chevalet. Flâner, regarder, peindre – exister avec les forces de la lumière naturelle. A l’orée de la forêt, il place sa maison, centre de son activité, son foyer en hiver. Paris – „ville lumière“. Un homme. Une femme. Tous deux acteurs. Tous deux ayant perdu la vue. Aveugles dans un monde aveuglant. Ecouter dans le noir. Voir dans le noir. Etre en éveil. Des silhouettes de théâtre d’ombre surgissent de l’obscurité à la lumière et dans la lumière: un enfant qui joue, qui ne connaît que le présent et à travers ce dernier, la magnifique présence du tout. Un film sur la lumière, la vue et la perception.

He sets his easel up towards the end of the valley near the waterfall, to linger, observe and paint. Just to be there, in the power of natural light. His house, the centre of his existence and his hearth in the winter months, stands at the edge of the forest. Paris, „ville lumière“. A man. A woman. Both actors. Both blind. Blind in a blinding-dazzling world. Hearing in darkness. Seeing in darkness. Keeping alert. A play of shadowy figures emerges from the darkness towards the light, into the light: a playing child that knows only the present and in it recognises the wonderful „now“ in which all things exist. A film about light, seeing and perception.

mit

Maler: Peter Bergmann

blinde Schauspielerin: Monie Meziane

blinde Schauspieler: Bruno Netter

Arzt: Dr. Guy, Hôpital d’Angers

Pianistin: Victoria Givre

Teatro Gioco Vita: Fabrizio Montecchi, Antonella Enrietto, Massimo Arbarello

Mädchen: Mira

Team

Regie: Dieter Fahrer

Kamera: Bernhard Nick

Ton: Balthasar Jucker

Montage: Maya Schmid

Kameraassistenz: André Froidevaux

Künstlerische: Nicolas Humbert, Simone Fürbringer

Mitarbeit: Florian Eidenbenz, Magnetix

Mischung: Werner Aeschbacher, Martin Hägler

Musik: Bernhard Nick, Victoria Givre Dieter Fahrer

eine Produktion von
in Koproduktion mit: Balzli & Fahrer GmbH, Schweizer Fernsehen DRS (Paul Riniker), SRG SSR idée suisse/arte (Tiziane Mona, Ulle Schröder)

unterstützt durch: Bundesamt für Kultur (EDI); Amt für Kultur, Kt. Bern; Amt für Kultur und Sport,Kt.Solothurn;KulturStadtBern;Teleproduktions-Fonds; Volkart Stiftung; Pro Juventute; Pro Senectute; Domicile für Senioren, Bern; Kindertagesstätte mixmax

Kinoverleih:www.looknow.ch

Fotos

Booklet

Plakat

Pressespiegel

DV Cam, Blow-up 35mm, 1:1.66, Farbe

Dolby SR

81 Minuten (TV-Version 55 min)

schweizerdeutsch

Untertitel: d/f/e

ISAN 0000-0001-67E5-0000-A-0000-0000-7

Visions du Réel, competition internationale, Nyon
Toronto International Film Festival, ‚Real to Reel‘
Festival Internacional de Cinema da Figueira da Foz
Rencontres Internationales du Docu de Montréal
Göteborg Film Festival

Grosser Filmpreis des Kantons Bern
Filmmusikpreis des Kantons Bern
Qualitätsprämie des Bundesamt für Kultur für den Chefkameramann für
hervorragende Bildgestaltung
Festival Internacional de Cinema da Figueira da Foz: Grand Prix ‚images
et Documents‘ (Jury Officiel), Prix Découverte (Jury Officiel),
Prix du Documentaire (Jury de la Presse Internationale)

JOUR DE NUIT ist ein stimmungsvolles Gedicht, eine musikalische Medita-
tion. Ein Film von betörender Wirkung!
Madeleine Corbat, Berner Zeitung

JOUR DE NUIT – ein Film der richtig sehend macht.
Matthias Lerf, Sonntagszeitung

Eine Meditation, die Licht in Finsternis und Finsternis in Licht verkehrt.
NZZ-Ticket

Erhellende Szenen aus dem Dunkel.
Züritipp

JOUR DE NUIT ist ein brillantes Stück Horizonterweiterung.
Toaster

JOUR DE NUIT ist eine Meditation über die geheime Freude der Wahrneh-
mung und über ihre Zerbrechlichkeit. Lyrisch gestaltet auf vielfältige
Weise ist JOUR DE NUIT eine Seltenheit im zeitgenössischen Dokumentar-
film. Seine Schönheit verlangt danach, im Kino gesehen zu werden.
Sean Farnel, Toronto International Film Festival

Ohne ihn mit Symbolen oder Metaphern zu überladen haben die Regisseure
einen Film geschaffen, der eine Andacht feiert und der von Spirituali-
tät geprägt ist.
Jean Perret, ‚Visions du Réel‘ Nyon, Festival internat. du documentaire

JOUR DE NUIT ist eine Erweiterung unserer Sinne, eine Art zweite Haut,
und ein Raum, in dem wir Erfahrungen machen können, ganz ähnlich wie
die Kinder am Anfang des Films, die unterm Licht aufgehen wie Blumen.
JOUR DE NUIT ist ein Reisefilm auf der Suche nach der Ganzheit im Erle-
ben und Empfinden.
Thomas Allenbach, Film

JOUR DE NUIT ist eine künstlerisch hervorragende und eindrückliche
Leistung. Es ist eine Arbeit, die dem Sehenden in einer variantenrei-
chen Bildsprache das Glück, mit eigenen Augen sehen zu können, im
wahrsten Sinne des Wortes sichtbar macht.
Der Film spannt einen befreienden Bogen vom kreativen Sehen, zum be-
klemmenden Verlust des Sehens, bis hin zur Erfahrung, dass sich die
Wahrheit des Unsichtbaren unerwartet im Sehen nach Innen vermittelt.
Peter von Gunten, Laudatio Berner Filmpreis

Your de nuit

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