Noah und der Cowboy

Spielfilm von Felix Tissi

www.felixtissi.ch

Zwei ungleiche Typen – der schwerblütige Bede und der leichtfüssige Luki – sehen sich plötzlich unfreiwillig miteinander konfrontiert. Ihre Schwierigkeiten mit Frauen, der Welt, miteinander und mit sich selbst zwingen sie gemeinsam zur Suche nach der eigenen Spur. Zögernd und etwas unbeholfen lassen sie sich aufeinander ein, und es beginnt ein Hindernislauf nicht ganz ohne komische Zwischenfälle.

Mit

Yves Progin, Frank Demenga, Claude-Inge Barbey, Felix Rellstab, Marion Widmer, Philipp Engelmann, Hansjörg Iseli, Beatrice Boillat

Drehbuch und Regie: Felix Tissi
Kamera: Hansueli Schenkel
Ton: Patrick Boillat
Licht: Andreas Schneuwly, Dieter Fahrer
Ausstattung: Katrin Zimmermann
Script: Barbara Schenk
Regie-Assistenz: Moritz Jeckelmann, Bernhard Jundt
Kamera-Assistenz: Marie-Louise Bless
Standfotos: Andreas Schneuwly
Produktionsleitung: Res Balzli
Schnitt: Remo Legnazzi, Felix Tissi
Musik: Andreas Litmanowitsch
Mischung: Felix Hochuli
Labor: Schwarz-Filmtechnik

Produktion

Res Balzli und Felix Tissi

In Koproduktion mit

Schweizer Fernsehen DRS (Redaktion: Martin Schmassmann)

Verleih

Schweiz: Filmcooperative Zürich
Deutschland: Kinowelt, Göttingen/München

82 Min., schwarz/weiss, 1:1.33, schweizerdeutsch

Format: 16mm

Untertitel: Französisch

ISAN 0000-0000-7F5A-0000-X-0000-0000-C

Uraufführung: Festival Internazionale del Film Locarno, 1985

Preise

  • Studienprämie Bundesamt für Kultur
  • Filmpreis des Kantons Bern
  • Leserpreis Saarbrücker Zeitung Max-Ophüls-Wettbewerb
  • 1. Preis Internationales Filmfestival Ste. Thérèse, Kanada

Presse

Ein kleiner, leiser Schwarzweiss-Spielfilm aus der Berner Szene wurde am 38. Internationalen Filmfestival von Locarno inmitten knallbunter, lärmender Werke zu einem der Publikumslieblinge: „Noah & der Cowboy“ von Felix Tissi. Berner Zeitung

Félix Tissi a trente ans. Le thème de son premier lomg métrage – Le mal de vivre – est permanent dans le cinéma helvétique, mais l’humour (Margerin, Brétécher) en font un film très attachant. Godard, Tanner… Tissi. Trois Suisse au catalogue. La REPUBLIQUE, F

Humor scheint sich allgemein etwas breiter zu machen. Schönstes Beispiel dafür ist Felix Tissis erster ausgewachsener Spielfilm „Noah und der Cowboy“. Mit ungewohnt ausgearbeiteten Dialogen, einer zielgerichteten Fluchtgeschichte, die abgehoben auf Alp und Arche endet und Klarheit in der bildlichen Entwicklung seiner Handlung hat Tissi auf Anhieb eine quirlige Komödie geschaffen. Tagesanzeiger

Tissi hat nicht nur ein waches Auge, sondern auch ein offenes Ohr. Unverfälschter, in der Verwendung zugleich witziger war die Sprache der Herumhänger in einem Schweizer Film bisher nie zu vernehmen. Basler Zeitung

Bern hat einen Namen für Rock-Musik. Nach „Noah & der Cowboy“ muss man Film beifügen. Film Demnächst

Es gibt im Schweizer Film noch immer Geschichten und Phantasien, Kauziges und Kurioses, das an die besten Zeiten erinnert: Dass Spiellaune und Spritzigkeit im Schweizer Kino durchaus nicht abgewirtschaftet haben, zeigt „Noah & der Cowboy“ von Felix Tissi. Für ganze 230’000 Franken hat der Debütant einen phantasievollen Schwarzweissfilm gedreht. Bede und Luki, beide von ihren Freundinnen verlassen, kommen sehr unterschiedlich mit der neuen Situation zurecht, der eine mit Tristesse und Melancholie, der andere mit einem Achselzucken. Sie beide finden am Ende einen neuen Anfang, nachdem sie ihre Odyssee durch die Westschweiz beendet haben. Dieses Road-Movie erinnert an frühe amerikanische Filme von Monte Hellman oder an Wim Wenders. Es gefällt vor allem das Unprätentiöse, die locker-leichte Machart, das Liebevolle. Ein erfreulicher Anfang von Felix Tissi, den man – durchaus international – im Auge behalten soll. TELE

Inutile d’aller jusqu’en Amérique pour dénicher un Jim Jarmusch, ni de courir à Berlin pour trouver le Wim Wenders de demain, ni même de se rendre à Paris pour tomber sous le charme d’un nouveau François Truffaut. Il suffit de venir au C.A.C. découvrir un jeune bernois: Felix Tissi. Il a construit son film come une épure, avec la folle logique de l’hic et nunc. RECTANGLE, GENEVE

….Ebenfalls als Komödie, jedoch wesentlich sensibler und formal interessanter ist der Film „Noah & der Cowboy“ von Felix Tissi angelegt. Seine Hauptfiguren, Bede und Luki, haben Ärger mit Frauen und Beruf. „Noah & der Cowboy“ ist ein unkomplizierter, witziger, ironischer Film, dessen Komik nie oberflächlich und dessen Ernst nie ohne (selbst)-ironische Untertöne bleibt. Südkurier, D

Der Weltschmerz ist echt, und trotzdem schafft es Tissi, die Geschichte heiter, voller Situationskomik und gespickt mit feinem Alltagshumor zu erzählen. Die selbstironische Haltung des Regisseurs macht die Schwere erträglich. Tissi lacht über die Berner Szene, zu der er ein Stück weit selbst gehört, parodiert die Fluchtversuche der Alternativen, witzelt über die scheinbare Auswegslosigkeit der Figuren und deutet mit dieser Haltung neue Wege an. Bieler Tagblatt

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