Telling strings

Dokumentarfilm von Anne-Marie Haller

De

Der Film verbindet die Geschichte von zwei Palästinensergenerationen. Er erzählt das Leben von Elias Jubran (*1933), einem Musiklehrer und Oudbauer in Al Jaleel (Galiläa), und seiner Kinder, die auf ganz unterschiedliche Weise in Israel leben… oder das Land auf der Suche nach einer offeneren Daseinsform verlassen haben. Der Film zeigt auf, was es braucht, damit sich eine Kultur – inmitten des bedrohlichen Umfeldes im Staate Israel – weiterentwickeln kann. Ein Musikfilm aus Palästina. Ein Film über kulturelle Identität zwischen Protest, Resignation und Hoffnung.

Fr

Le film entrelace l’histoire de deux générations de Palestiniens. Il raconte la vie d’Elias Jubran (*1933), un professeur de musique et fabricant d’oud d’Al Jaleel (Galilée) et de ses enfants qui vivent de manière totalement différente en Israël… ou qui ont quitté le pays à la recherche d’une manière d’exister plus ouverte. Le film montre ce qui est nécessaire pour qu’une culture – engluée dans l’environnement menaçant de l’Etat d’Israël – puisse continuer à se développer. Un film musical de Palestine. Un film sur l’identité culturelle prise entre révolte, résignation et espoir.

En

The film connects the history of two generations of Palestinians: Elias Jubran (born 1933), a music teacher and oud builder in Al Jaleel in Galileo, and his children who all live very different lives in Israel, or have indeed left the country in search of a more open existence. What is necessary so that a culture – stuck in the threatening environment of the Israeli State – may continue to develop itself? The film questions cultural identity between protest, resignation and hope.

mit

Kamilya Jubran
ihren Eltern Elias und Nuhad
ihren Brüdern Khaled und Rabea

eine Produktion von

Balzli & Fahrer GmbH

in Koproduktion mit

Schweizer Fernsehen (Thomas Beck, Paul Riniker)
Télévision Suisse Romande (Irène Challand)
3sat Schweiz (Frank Hubrath, Barbara Riesen)

unterstützt durch

Berner Filmförderung
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
Fachstelle OeME Ökumene
Gesellschaft zu Ober Gewern
Succès Cinéma
Teleproduktions-Fonds GmbH

Team

Drehbuch: Anne-Marie Haller, Kamilya Jubran
Regie: Anne-Marie Haller
Produzent: Dieter Fahrer
Ton: Luc Yersin
Montage: Maya Schmid
Musik: Kamilya Jubran, Werner Hasler, Khaled Jubran, Rabea Jubran, Elias Jubran
Tonschnitt, Mischung: Luc Yersin
Technik: Peter Guyer, Christoph Walther, RecTv
Lichtbestimmung: Bern
Übersetzungen: Manal Hamzeh, Kamilya Jubran, Anna Hirsbrunner, Sharry Lapp, Andrea Schieffer, Catherine Schlaefli, Elham Knecht
Untertitel: Aron Nick, RecTv Bern

Fotos

Flyer

Plakat

DV-Cam, 16:9, Farbe
Stereo

60 Minuten

Bild: Farbe, 16:9

Arabisch, französisch

Untertitel: d/f/e

ISAN 0000-0001-B174-0000-F-0000-0000-T

Filmfestivals

  • Brüssel ‚Festival voix de femmes‘
  • 18. Internationales Filmfestival Innsbruck
  • Bern im Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚Kairo – Ramallah Express‘
  • Winterthur Volkart Stiftung
  • Bern/Lausanne/Genève in ‚Le Proche-Orient vu par ses Cinéastes‘
  • Cinémathèque Lausanne
  • Paris in ‚Proche Orient: que peut le cinéma?‘

Presse

TELLING STRINGS ist eine der schönsten und aussagekräftigsten Dokumentationen, die in den vergangenen Jahren über die Palästinenser in Israel gedreht wurden. Friedfertigkeit, Bodenständigkeit, Humor, Pragmatismus: Der Film dokumentiert die positiven Eigenschaften der palästinensischen Gesellschaft, die in den Medien – angesichts der Gewaltexzesse von Minderheiten – oftmals untergehen. Die palästinensische Kultur erweist sich als eine vielfältige und humane Kultur, die tragischerweise akut vom Untergang bedroht ist.
Gleichzeitig warten die Protagonisten des Films mit politischen Analysen auf, die an Klarsicht und Eindringlichkeit kaum zu übertreffen sind. Wer meint, der Nahostkonflikt sei zu kompliziert, um ihn verstehen zu können, der wird in TELLING STRINGS nachhaltig eines Besseren belehrt.
Quantara.de

TELLING STRINGS handelt von beredten Saiten der Oud, der arabischen Laute. Anne-Marie Hallers Dokumentarfilm, vorgestellt beim 18. Film-Festival Innsbruck, erzählt in einfühlsamen Bildern und Klängen das (Über-)Leben der Musikerfamilie Jubran in einem palästinensischen Dorf in Israel.
Das Jahr 1948 war die Katastrophe. Die Syrer verließen AI Jaleel (Galiläa), die Israelis rückten ein. Christliche Araber mussten sich in einer Reihe aufstellen. Würde man sie erschießen? Man teilte ihnen mit, dass sie unerwünscht sind. Elias Jubran (*1933), Oudbauer, kehrte nach der Flucht zurück und fand im Instrumentenbau die innere Emigration. Die fortdauernde Diskriminierung zermürbt die Hinterbliebenen und zerstört ihre kulturelle Identität. Die Familie Jubran hat aber die Musik als glühende Hoffnung. Kamilya hat es geschafft, lebt als Musikerin in Europa und sucht gemeinsam mit der Schweizer Filmregisseurin Anne-Marie Haller ihren Vater auf, um von ihm und ihren Brüdern die traumatische Geschichte ihrer Familie zu erfahren. Nicht anklagend, sondern aufzeigend, schlimmstenfalls resignierend sind die Zukunftsaussichten.
Ein berührender Beitrag zum Israel-Palästina-Konflikt mit musikalischer Metaphorik, in dem ausschließlich die Betroffenen zu Wort (und Musik) kommen.
Tiroler Kronen Zeitung

Kamilya Jubran kann sich freuen: Ein Agent hat für sie soeben eine Tournee mit rund 25 Konzerten zusammengestellt. „Es gibt eben durchaus Veranstalter, die bereit sind, sich auch auf schwierige Künstlerinnen einzulassen“, stellt der Agent selbstzufrieden fest. Mit dieser Neuigkeit beginnt Anne-Marie Hallers einstündiges Filrnporträt über die palästinensische Sängerin und Oud-Spielerin Kamilya Jubran.
Der Film begleitet die in Bern und Paris arbeitende Palästinenserin bei einem Besuch in ihrem israelischen Heimatdorf Ar-Rameh. Die Begegnung mit Jubrans Eltern und Brüdern, die seit Jahrzehnten zwischen den Fronten des Nahostkonflikts leben, steht für die Berner Filmemacherin Anne-Marie Haller im Zentrum: „Kamilya kommt die Funktion eines Mediums zu, das die Zuschauer dorthin führt“. Der Vater Elias Jubran, selbst Oud-Spieler und gefragter Instrumentenbauer, wird seiner Tochter in diesem Film nicht nur ein neues Instrument übergeben. Er wird ihr auch zum ersten Mal über die leidvollen Erlebnisse berichten, die ihm 1948 beim Überfall der israelischen Streitkräfte auf sein Dorf widerfahren sind.
Die familiäre Aufarbeitung dieser schmerzvollen Vergangenheit steht für ein palästinensisches Schicksal, das hier zu Lande trotz der ausgiebigen Berichterstattung über den Nahostkonflikt wenig thematisiert wird. Als Begegnung mit fünf besonnenen und eindrücklichen Persönlichkeiten entwickeln die „erzählenden Saiten“ aber einen intensiven Klang.
Berner Zeitung

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